Schmucklexikon

Prof. Leopold Rössler

Prof. Leopold Rössler

Edelsteinexperte   Fachliche Qualifikation:   Meisterprüfung für Gold- und Silberschmiede und Juweliere; Lehramtsprüfung für Berufsschullehrer; Gemmologische Ausbildung bei Prof.Karl Siess und Dipl.Ing.Bauer; Edelsteinlehrgänge in Idar-Oberstein und Königstein; Gemmologe und Diamantgutachter; Sachverständiger für Pretiosen, Schmuck, Silberwaren, Edelsteine und Diamanten; Dozent für Gemmologie an der Universität Nitra/Slowakei, Ausbildner für Gemmologie in Slowenien. Funktionen, Tätigkeiten: Direktor in Ruhe der Berufsschule für Chemie, Graphik, Gold- und Silberschmiede, Uhrmacher, Präsident und Gutachter der Österreichischen Gemmologischen Gesellschaft; Vizepräsident und Gutachter des Österr. Gutachterverbandes für Pretiosen u. Uhren; Gründer und Museumsleiter des Gold- und SilberschmiedemuseumsFunktionen, Tätigkeiten: Direktor der Berufsschule für Chemie, Graphik, Gold- und Silberschmiede, Uhrmacher, u.a. Präsident und Gutachter der Österreichischen Gemmologischen Gesellschaft; Vizepräsident und Gutachter des Österr. Gutachterverbandes für Pretiosen u. Uhren; Gründer und Museumsleiter des Gold- und Silberschmiedemuseums Vorstandsmitglied des Museumsvereines und des Meistervereines; Fachautor zahlreicher Publikationen auf dem Sektor der Gold- und Silberschmiedekunst sowie der Gemmologie, darunter zahlreiche „Edelstein-Studienreihen“ und das „Schmucklexikon“. Fachautor des Fernkurses des österr. Uhren- und Schmuckfachhandels; Freier Mitarbeiter der Zeitschrift „Uhren-Juwelen“; Leiter und Vortragender der Edelsteinlehrgänge der WIFI’s Österreichs; Mitglied der Prüfungskommissionen zum „Gemmologen WIFI-Austria“ der gemmologischen Akademie Linz.   Für weitere Informationen besuchen Sie bitte:   Schmucklexikon Prof. Leopold Rössler

Diamanten

DIAMANTEN - time&style - Geschichte und Wissenswertes

Diamant ist neben Graphit und den Fullerenen eine der drei Modifikationen des Kohlenstoffs und mit einer Mohshärte von 10 das härteste bekannte Mineral. Seine Schleifhärte ist sogar 140-mal größer als die des Korund. Allerdings ist die Härte des Diamanten auf seinen einzelnen Kristallflächen unterschiedlich, wodurch es erst möglich wird, Diamant mit Diamant zu schleifen, da in dem dazu verwendeten Diamantpulver jeder Härtegrad vorkommt. Diamant ist bei Raumtemperatur und Normaldruck metastabil. Die Aktivierungsenergie für den Phasenübergang in die stabile Modifikation (Graphit) ist jedoch so hoch, dass eine Umwandlung in Graphit bei Raumtemperatur praktisch nicht stattfindet. Diamant kristallisiert im kubischen Kristallsystem und ist in reinem Zustand farblos und transparent, kann aber durch Verunreinigungen in den verschiedensten Farben auftreten; die Strichfarbe ist weiß. Im organischen Molekül Adamantan ist die Konfiguration der C-Atome die gleiche wie im Diamantgitter.
Das Wort leitet sich aus dem spätlateinischen diamantem, Akkusativ von diamas ab, einer gräzisierenden Abwandlung von adamas, akk. adamantem, zu griechisch αδάμας, adámas, „unbezwingbar“. Im klassischen Latein wurden als adamas besonders harte Materialien bezeichnet, so etwa von Plinius der Saphir.
Die Masse einzelner Diamanten wird traditionell in Karat angegeben, einer Einheit, die 0,200 Gramm entspricht.
Neben dem kubisch kristallisierenden Diamant gibt es auch eine sehr seltene hexagonale Kohlenstoffmodifikation, welche als hexagonaler Diamant oder Lonsdaleit bezeichnet wird.
Ballas (radialstrahlig, faserig) und Carbonado (schwarzer poröser polykristalliner Diamant, der bislang ausschließlich in Zentralafrika und in Südamerika gefunden wurde) [2] sind besondere Diamant-Varietäten, deren Kristallstrukturen durch ungünstige Wachstumsbedingungen vermehrt Gitterfehler aufweisen.
Aufbau und chemisches Verhalten Diamanten bestehen ausschließlich aus reinem kubisch kristallisiertem Kohlenstoff. Wenn auch der innere Aufbau theoretisch aus reinem Kohlenstoff besteht, so sind die freien Atombindungen an den Grenzflächen des Kristalls doch mit Sauerstoff oder Wasserstoff gesättigt.
Im Diamant sind die Kohlenstoffatome tetraedrisch gebunden; das bedeutet, jedes Atom hat vier symmetrisch ausgerichtete Bindungen zu seinen nächsten Nachbarn. Die große Härte resultiert aus der sehr hohen Bindungsenergie der vollständig in sp3-Hybridisierung vorliegenden chemischen Bindungen.
Diamant verglüht in reinem Sauerstoff bei ca. 720 °C, in Luft bei über 800 °C zu Kohlendioxid. Mit Wasserstoff reagiert Diamant bei hohen Temperaturen zu Kohlenwasserstoffen. Diamant ist löslich in Metallschmelzen kohlenstofflösender Metalle und deren Legierungen, wie Eisen, Nickel, Kobalt, Chrom, Titan, Platin, Palladium und ähnlichen. Aufgrund der sehr kleinen reaktiven Oberfläche ist die Umsetzungsgeschwindigkeit auch entsprechend klein.

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Wertanlage

Diamanten als brillante Wertanlage by time&style

time & style® - Werthaltige Konzepte für neue Bedürfnisse time & style® - Diamantanlage-Konzept Wissenswertes zu Diamanten - Die vier berühmten Cs Wissenswertes zu Diamanten - Diamanten-Wertentwicklung Wissenswertes zu Diamanten - Große und berühmte Diamanten
Anlage-Diamanten sind ein Wert an sich. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Diamanten zum Beispiel im Vergleich zu Gold überaus wertbeständig sind. Scherzhaft werden sie häufig als "Internationales Grundstück in der Westentasche" bezeichnet. Nicht umsonst, denn Diamanten sind inflationssicherer als Geld, beweglicher als Immobilienbesitz, sowie unabhängig von Währungen und politischen Entwicklungen.
Diamanten, die sich als Anlage-Objekte eignen, sind ausschließlich Steine von höchster Qualität, in der Regel im klassischen runden Brillantschliff gearbeitet und von international anerkannten Gutachtern zertifiziert.
Da der Diamant-Preis kein freier Marktpreis ist, sondern zum größten Teil durch das Diamanten-Syndikat geregelt wird, ist der Preis der Diamanten fast ein ganzes Jahrhundert lang kaum Schwankungen unterlegen.
Die Grundlage für die Preisfestsetzung von Diamanten bildet die Rapaport-Liste, eine Art Großhandelspreisliste des Diamantenmarktes für die ganze Welt. Sie beruht auf den erzielten Preisen am den weltweit 23 Diamantenbörsen. Am wöchentlich in New York erscheinenden „Rapaport Diamond Report“ orientieren sich auch die Großhändler und Juweliere weltweit.
Vorteile der Diamanten als Geldanlage
Es gibt vermutlich keine andere Wertanlage, die so stabil und so beständig im positiven Bereich ist wie der Diamant.
Der Diamant ist vergleichbar mit einer weltweiten Ersatzwährung und damit jederzeit international konvertierbar. Zusätzlich bietet er größtmögliche Anlagemobilität durch größten Wert auf kleinstem Volumen.
Im Vergleich zu anderen bekannten Anlagen bietet der Diamant ein minimales "Rest-Risiko", da Ereignisse wie Inflation, Währungsreformen, Börsenstürze und andere Krisen keine Preisveränderungen verursachen können. Die potentiellen Diamant-Rohvorkommen sind heutzutage relativ bekannt und werden im Laufe der Zeitgeschichte wie auch andere Rohstoffe immer knapper.
Die Anonymität des Diamantenkäufers ist gewährt, da keine internationale Anlegerregistrierung existiert.
Der Diamant ist - zusammen mit hochwertiger Kunst - einer der wenigen Güter, die eine Nutzung mit dem Wertanlage-Aspekt kombinieren. Man kann den Diamant als Schmuck tragen und ihn gleichzeitig als Wertanlage betrachten.
Von den Luxusgütern ist der Diamant so ziemlich das Einzige, was seinen Wert über die Zeit behält oder steigert. Die meisten sonstigen Luxusartikel wie z.B. Auto, Pelz, Einrichtung etc. unterliegen einem schnellen Wertverfall.
time & style®
Werthaltige Konzepte für neue Bedürfnisse
Wer heute als Unternehmer international erfolgreich sein möchte, muss die Zeichen der Zeit schon früher erkannt haben.
Die großen strukturellen und wirtschaftlichen Veränderungen unserer Welt haben sich schon seit ein paar Jahren bemerkbar angekündigt.
Der Ausgangspunkt dafür liegt im globalen Wertewandel.
Das bedeutet, dass gelebtes, werthaltiges Handeln nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar von den Konsumenten wahrgenommen wird.
Gerald Gröbner, Uhrmacher und Goldschmiedmeister, stammt aus einer alteingesessenen Unternehmerfamilie aus Leibnitz in der Südsteiermark. Er hat rechtzeitig die großen globalen Veränderungen erkannt und mit der Gründung eines der modernsten Goldschmiedeunternehmens Österreichs, der Firma time & style®, einen Meilenstein für die neuen Bedürfnisse der Konsumenten der heutigen Zeit gelegt.
Der Treibstoff für nachhaltigen Markterfolg sind kreative Ideen, die richtige Qualität, schlüssige Konzepte sowie rasche und konsequente Umsetzung derselben.
time & style® bietet als moderne Goldschmiede mit dem neuen time & style®-Konzept ein breites, kreatives Beratungs-, Design- und Produktionsspektrum für Private und Unternehmen an.
„Unser Know-How, unsere Fachkompetenz sowie die permanente kreative Weiterentwicklung auf der Suche nach neuen Produktionswegen und Konzepten finden national wie international enormen Anklang, wie viele Reaktionen von Experten, Sachverständigen, zufriedenen Kunden sowie Feedback von Fachausstellungen in München, Basel und Tokio beweisen“ freut sich Gerald Gröbner, der durch das time & style®-Konzept auf seinem geradlinigen, kreativen Weg bestätigt wird.
time & style®
Diamantanlage-Konzept
Als seriöser Diamant-Handelspartner mit Direkteinkauf an der Diamanten-Börse in Antwerpen bietet
time & style® nun ein völlig neuartiges Diamantanlage-Konzept für alle interessierte Klein- und Großanleger an.
Jeder interessierte Anleger kann über time & style® ab einem Paketpreis von
10.000 Euro exkl. Mwst. zehn Diamanten zu je 0,5 Karat
zum Rapaport-Preis inklusive internationaler Zertifizierung erwerben.
time & style® arbeitet dabei eng mit der international anerkannten Österreichischen Gemmologischen Gesellschaft welche auch CIBJO-Institut ist zusammen.
Die von time & style® gehandelten Steine sind durch weltweit anerkannte Expertisen hinsichtlich Echtheit und Qualität abgesichert. Die Gutachten stammen entweder vom Gemmolocial Intstitute of America (GIA) in New York oder vom "Hohen Rat für Diamant" (HRD) in Antwerpen - beides Institute, die sich an den internationalen Diamantbörsen durchgesetzt haben und international hohes Ansehen genießen.
So verfügen die Anleger über ein Höchstmaß an Sicherheit, denn das international uneingeschränkt gültige Zertifikat garantiert ihnen auch einen angemessenen Wiederverkaufswert ihrer Diamanten.
Weitere Vorteile des time & style® Diamantanlage-Konzepts
time & style®-Informationsplattform
Jeder Anleger profitiert zusätzlich von der neuartigen time & style®-Informationsplattform. Diese beinhaltet laufende Updates über die internationale Marktentwicklung des Diamantenhandels, persönliche Fachberatung bei individuellen Fragen, eine Übersicht über kompetenten Anlaufstellen wie z.B. gemmologische Institute, Sachverständigen etc. Zusätzlich unterstützt die time & style®-Informationsplattform ihre Anleger bei der Abwicklung von Rückkäufen.
Anlagemöglichkeiten für Unternehmen
Das neue time & style® Diamant-Anlagekonzept ermöglicht jedem Anleger, werthaltige Investitionen für die Zukunft zu tätigen. Wer hohe Renditen in kürzester Zeit erwirtschaften will, sollte aber nicht in Sachwerte investieren, zu denen auch Diamanten zählen. Wer jedoch Sicherheit und internationale Mobilität schätzt, wird immer öfter Diamanten als internationale Wertanlage erwägen.
Besonders interessant wird das neue time & style® Diamant-Anlagekonzept für Unternehmen, da das Finanzamt seit kurzem auch Diamanten als Rücklagen anerkennt und Unternehmen vorsteuerabzugsfähig einkaufen können.
Die Anlage als Schmuckstück
Da Diamanten nicht nur als Wertanlage, sondern auch als Schmuckstück besonders gut zur Geltung kommen, bietet time & style® seinen Anlagekunden die Möglichkeit, einen oder mehrere Diamanten in Form individueller Schmuckstücke nach persönlichen Wünschen und Designs exklusiv zu verarbeiten.

Wissenswertes zu Diamanten

Die vier berühmten Cs Was den Wert eines Diamanten ausmacht
Carat (Gewicht)
Die Gewichtseinheit für Edelsteine ist das Karat mit der Abkürzung ct. Der Name dieser Einheit leitet sich von der arabischen bzw. griechischen Bezeichnung für die Samen des Johannisbrotbaums (lat. Ceratonia siliqua) ab. Diese wurden früher als Gewichte verwendet, da sie sehr gleichmäßig groß sind. Ein metrisches Karat entspricht exakt 0,2 Gramm.
1,00 ct = ca. 6,5 mm      3,00 ct = ca. 8,2 mm
Cut (Schliff)
Diamanten werden als Rohdiamanten aus der Erde geholt. Zum Funkeln bringt sie erst die richtige Bearbeitung. Ein gut geschliffener Diamant reflektiert das einfallende Licht besser. Aus Kostengründen erfolgt der Großteil der weltweiten Diamantenschliffe in Indien (v.a. Surat). Der bekannteste und geläufigste Schliff ist der Brillantschliff mit seinen zahlreichen Facetten. Bei mindestens 56 Facetten plus Tafel (glatte „Bodenfläche“) und Kalette (winzige angeschliffene Fläche an der Spitze des Steins) ist dies ein echter Brillant.
Colour (Farbgebung)
Für ungeübte Augen scheinen so ziemlich alle Diamanten farblos zu sein. Doch unter der richtigen Lichteinwirkung geben sie ihre „verborgenen“ Farben preis. Die wertvollste Farbe eines Diamanten ist dabei die völlige Farblosigkeit. Weißes Licht durchdringt diese Steine mühelos und tritt dann wieder in den Regenbogenfarben aus. Fachleute teilen Diamanten in Farbklassen von D bis Z ein.
Ab der Farbtiefe „Getönt 4“ sowie im Falle anderer Farben wie Grau, Rosa, Braun, Grün, Blau, Schwarz und Rot etc. spricht man von „Fancy Diamonds“. Statistisch betrachtet ist nur einer von 100.000 Diamanten ein Fancy-Diamant. Dabei sind Gelb- und Brauntöne, die mehr als 80 Prozent aller farbigen Diamanten ausmachen, nicht wirklich „fancy“ bzw. exklusiv. Fancy-Diamanten mit reinen, intensiven Farben sind besonders rar und teuer.
Für sie werden teilweise Preise über dem Niveau farbloser Steine bezahlt. Hier ist allerdings besondere Vorsicht geboten: Ein Diamant kann nämlich durch radioaktive Bestrahlung in Kombination mit Temperaturbehandlung in seiner Farbe manipuliert werden. Bei künstlich bestrahlten Diamanten muss die Farbbehandlung im Zertifikat angegeben werden, die diese den Wert erheblich mindert.
1. Hochfeines Weiß+ (River) GIA-Bezeichnung: D 2. Hochfeines Weiß (River) GIA-Bezeichnung: E 3. Feines Weiß+ (Top Wesselton) GIA-Bezeichnung: F 4. Feines Weiß (Top Wesselton) GIA-Bezeichnung: G 5. Weiß (Wesselton) GIA-Bezeichnung: H 6. Leicht getöntes Weiß+ (Top Crystal) GIA-Bezeichnung: I 7. Leicht getöntes Weiß (Top Crystal) GIA-Bezeichnung: J 8. Getöntes Weiß+ (Crystal) GIA-Bezeichnung: K 9. Getöntes Weiß (Crystal) GIA-Bezeichnung: L 10. Getönt 1 (Top Cape) GIA-Bezeichnung: M, N 11. Getönt 2 (Cape) GIA-Bezeichnung: O, P 12. Getönt 3 GIA-Bezeichnung: Q, R 13. Getönt 4 GIA-Bezeichnung: S - Z
Clarity (Reinheitsgrad)
Die meisten Diamanten haben individuelle Merkmale, die als Einschlüsse bezeichnet werden. Je weniger Einschlüsse ein Diamant aufweist, desto reiner ist er. Ein hoher Reinheitsgrad ermöglicht eine bessere Lichtdurchdringung und Reflexion und erhöht den Wert des Steins.
KurzbezeichnungBedeutung/Beschreibung
fl - flawlessauch bei 10-facher Vergrößerung lupenrein (keine Einschlüsse erkennbar)
if - internally flawlessbis auf mögliche Oberflächenspuren von der Verarbeitung lupenrein
vvs1 / vvsi - very, very small inclusionsEinschlüsse sind auch bei 10-facher Vergrößerung nur sehr,sehr schwer zu erkennen
vvs2 - very, very small inclusionsEinschlüsse sind auch bei 10-facher Vergrößerung nur sehr schwer zu erkennen
vs1 / vsi - very small inclusionsEinschlüsse sind bei 10-facher Vergrößerung schwer zu erkennen
vs2 - very small inclusionsEinschlüsse sind bei 10-facher Vergrößerung zu erkennen
si1 - small inclusionsEinschlüsse sind bei 10-facher Vergrößerung leicht zu erkennen
si2 - small inclusionsEinschlüsse sind bei 10-facher Vergrößerung, jedoch nicht mit bloßem Auge sehr leicht   zu erkennen
pi1 - Piqué I (Pikee I)Einschlüsse mit bloßem Auge gerade noch erkennbar, mindern die Brillanz jedoch    nicht
pi2 - Piqué II (Pikee II)Einschlüsse mit bloßem Auge erkennbar, mindern die Brillanz schwach
pi3 - Piqué III (Pikee III)Einschlüsse mit bloßem Auge leicht erkennbar und mindern die Brillanz deutlich

Kupfer

Geschichte

Kupfer, Gold, Silber und Zinn waren die ersten Metalle, welche die Menschheit in ihrer Entwicklung kennenlernte. Da Kupfer leicht zu verarbeiten ist, wurde es bereits von den ältesten bekannten Kulturen vor etwa 10.000 Jahren verwendet. Die Zeit seines weiträumigen Gebrauchs vom 5. Jahrtausend v. Chr. bis zum 3. Jahrtausend v. Chr. wird je nach Region auch Kupferzeit genannt. In Hujayrat al-Ghuzlan in Jordanien bestand schon um 4.000 v. Chr. eine Massenproduktionsstätte von Kupfer. In der Alchemie wurde Kupfer mit Venus/Weiblichkeit (Planetenmetalle) assoziiert. Die ersten Spiegel wurden aus diesem Metall hergestellt. Größter vorindustrieller Kupferhersteller war das Römische Reich mit einer geschätzten Jahresproduktion von 15.000 t. Später wurde es mit Zinn und Bleianteilen zu Bronze legiert. Diese härtere und technisch widerstandsfähigere Legierung wurde zum Namensgeber der Bronzezeit. Die Unterscheidung von Blei und Zinn wurde erst mit wachsenden Metallkenntnissen eingeführt, sodass der Begriff Bronze aus heutiger Sicht nur auf die hochkupferhaltigen Zinn-Kupferlegierungen richtig angewendet ist. Die goldgelbe Kupfer-Zink-Legierung „Messing“ war bereits im antiken Griechenland bekannt. Es wurde durch gemeinsames Verarbeiten der jeweiligen Erze erschmolzen, aber erst die Römer haben dieses Verfahren verstärkt verwendet. In Altkolumbien wurde die Gold-Kupfer-Legierung Tumbaga häufig verwendet. Legierungen Vorkommen Verwendung

Palladium

Geschichte

Palladium wurde 1803 von William Hyde Wollaston entdeckt. Er benannte es 1804 nach dem zwei Jahre vorher entdeckten Asteroiden Pallas. Wollaston fand das Element 46 in südamerikanischem Platinerz aufgrund zu geringer Ausbeuten an Platin aus in Königswasser aufgelösten Proben. 2010 geriet es ins Blickfeld der Weltöffentlichkeit: Drei Forscher erhielten den Chemie-Nobelpreis für ein Verfahren, das mit Hilfe von Palladium als Katalysator effiziente Wege ermöglicht, Kohlenstoffatome zu komplexen Molekülen zu verbinden. Die Bezeichnung für Palladium, das an der Börse gehandelt wird, ist XPD. Die Internationale Wertpapierkennnummer ist ISIN XD0002746895. Verwendung Vorkommen

Tungsten

Wolframcarbid

Tungsten-Schmuck, ein aus Wolframcarbid gefertigter Schmuck Wolframcarbid ist eine nichtoxidische Keramik bzw. eine intermediäre Kristallphase. Diese wird aus den chemischen Elementen Wolfram und Kohlenstoff gebildet. Es handelt sich um Einlagerungsmischkristalle. Dabei lagern sich durch Aufkohlen Kohlenstoffatome zwischen die Gitterplätze des Wolframs ein. Die Reaktion verläuft über W2C zu WC. Wolframcarbid entsteht auch durch Reduktion von Wolframoxiden mit Kohlenstoff
Geschichte
Wolframcarbid wurde erstmals 1914 hergestellt. Es zeichnet sich durch besondere Härte aus, die beinahe so hoch ist wie die von einem Diamant. Daher stammt der Markenname Widia (Wie Diamant) für Hartmetallwerkzeug der Fa. Krupp. 1929 wurde Pobedit in der UdSSR von der gleichnamigen Firma entwickelt. Bearbeitung Für den Einsatz als WC-Hartmetall werden ca. 6 Massenprozent Cobalt als Bindephase zugesetzt. Die Korngröße von WC-Hartmetallen mit 6 bis 10 % Cobalt als Bindemittel beträgt ungefähr 0,5 bis 1,2 Mikrometer. Die Verarbeitung von WC-Hartmetall erfolgt durch Mischen, Mahlen, Grünsintern, Brennen oder Heißisostatisches Pressen (HIPen) bei 1600 bar und 1600 °C. In Spezialfällen werden Kugeln aus Hartmetall mittels Laser durchbohrt (Bohrungsdurchmesser kleiner als 0,25 mm). Das Bearbeiten von WC-Hartmetallen ist durch Schleifen sowie mittels Draht- bzw. Funkenerosion möglich. Eckdaten: * Biegebruchfestigkeit > 3500 N/mm2 * Druckfestigkeit bis 6 · 109 Pa * Dichte ca. 16 g·cm?3 * Mohs-Härte = 9,5

Rhodium

Geschichte und Wissenswertes

Rhodium wurde 1803 von William Hyde Wollaston in einem aus Südamerika stammenden Rohplatinerz entdeckt. Im gleichen Erz wurden von Wollaston und Smithson Tennant drei weitere Platinmetalle, Palladium, Iridium und Osmium, entdeckt. Dazu lösten sie das Erz zunächst in Königswasser. Es bildete sich eine lösliche Fraktion und ein schwarzer Rückstand, in dem Tennant Osmium und Iridium fand. Wollaston fällte aus der Königswasserlösung Rhodium und einige weitere Bestandteile mit Zinkpulver. Nach der Abtrennung von Kupfer und Blei mit verdünnter Salpetersäure, erneutem Lösen in Königswasser und Zugabe von Natriumchlorid bildete sich Na3[RhCl6] · n H2O, das beim Verdunsten der Flüssigkeit als rosarotes Salz zurückblieb. Aus diesem konnte Wollaston durch Extraktion mit Ethanol und Reduktion mit Zink das elementare Rhodium gewinnen. Der Name wurde von Wollaston nach dem griechischen rhodeos: „rosenrot“ gewählt, da viele Rhodiumverbindungen diese Farbe zeigen. Die erste Anwendung des neuen Metalls war ab 1820 Spitzen von Schreibfedern, für die Rhodium-Zinn-Legierungen eingesetzt wurden. Diese wurden später jedoch durch härtere Osmium-Iridium-Legierungen abgelöst. Rhodium ist ein silberweißes, hochschmelzendes, hartes Edelmetall. Es ist härter als Gold oder Platin, ist jedoch zäh und dehnbar und lässt sich durch Hämmern bearbeiten. In den meisten Eigenschaften ist es mit den anderen Platinmetallen vergleichbar. So liegt der Schmelzpunkt des Rhodiums von 1966 °C zwischen demjenigen von Platin (1772 °C) und Ruthenium (2310 °C). Die Dichte des Elementes von 12,41 g/cm3 ist vergleichbar mit denen der benachbarten Elemente Ruthenium und Palladium. Rhodium besitzt die höchste Wärme- und elektrische Leitfähigkeit aller Platinmetalle. Unterhalb von 0,9 Kelvin wird Rhodium zum Supraleiter. Metallisches Rhodium kann als Beschichtung eingesetzt werden. Mit Rhodium beschichtete Flächen besitzen ein hohes Reflexionsvermögen und sind daher als hochwertige Spiegel geeignet. Gleichzeitig sind diese Beschichtungen sehr hart und chemisch stabil. Auch als Überzug für Schmuck, Brillengestelle oder Uhren wird Rhodium verwendet. Es verhindert das Anlaufen des verwendeten Metalls. Dies ist vor allem bei Schmuck aus Silber oder Weißgold wichtig. Der Vorgang des Überziehens wird Rhodinieren genannt. Gewinnung und Darstellung Vorkommen

Platin

Geschichte und Wissenswertes

Der Name leitet sich vom spanischen Wort platina, der negativ besetzten Verkleinerungsform von plata „Silber“, ab. Die erste europäische Erwähnung stammt von dem italienischen Humanisten Julius Caesar Scaliger. Er beschreibt ein mysteriöses weißes Metall, das sich allen Schmelzversuchen entzog. Eine ausführlichere Beschreibung der Eigenschaften findet sich in einem 1748 veröffentlichten Bericht von Antonio de Ulloa. Platin wurde wahrscheinlich erstmals um 3000 vor Chr. im Alten Ägypten verwendet. Der britische Forscher Sir William Matthew Flinders Petrie (1853–1942) entdeckte im Jahr 1895 altägyptischen Schmuck und stellte fest, dass Platin in kleiner Menge mitverwendet wurde. Platin wurde auch von den Indianern Südamerikas benutzt. Es fand sich beim Gewinnen von Goldstaub im Waschgold als Begleitung und konnte nicht explizit abgetrennt werden. Die Schmiede seinerzeit nutzten unbewusst die Tatsache aus, dass sich native Platinkörnchen mit Goldstaub in der Glut von mit Blasebalgen angefachtem Holzkohlefeuer gut verschweißen lassen, wobei das Gold wie ein Lot wirkte und sich durch wiederholtes Schmieden und Erhitzen eine relativ homogene, helle, in der Schmiedehitze verformbare Metalllegierung erzeugen ließ. Diese konnte nicht wieder geschmolzen werden und war genauso beständig wie Gold, allerdings von weißlich-silberartiger Farbe. Schon ein ungefähr 15-prozentiger Platinanteil führt zu einer hellgrauen Farbe. Reines Platin war jedoch noch unbekannt. Im 17. Jahrhundert wurde Platin in den spanischen Kolonien als lästiges Begleitmaterial beim Goldsuchen zu einem großen Problem. Man hielt es für „unreifes“ Gold und warf es wieder in die Flüsse Ecuadors zurück. Da es ein ähnliches spezifisches Gewicht wie Gold hat und selbst im Feuer nicht anlief, wurde es zum Verfälschen desselben verwendet. Daraufhin erließ die spanische Regierung ein Exportverbot. Sie erwog sogar, sämtliches bis dato erhaltenes Platin im Meer zu versenken, um Platinschmuggel und Fälscherei zuvorzukommen und davor abzuschrecken. Die Alchemie des 18. Jahrhunderts war gefordert, denn das Unterscheiden vom reinen Gold und das Extrahieren gestalteten sich mit den damaligen Techniken als außerordentlich schwierig. Das Interesse aber war geweckt. 1748 veröffentlichte Antonio de Ulloa einen ausführlichen Bericht über die Eigenschaften dieses Metalls. 1750 stellte der englische Arzt William Brownrigg gereinigtes Platinpulver her. Louis Bernard Guyton de Morveau fand im Jahre 1783 ein einfaches Verfahren um Platin industriell zu gewinnen. Platin ist ein edles und derzeit nach Rhodium bzw. noch vor Gold das zweitwertvollste Edelmetall – es ist ca. neunzigmal teurer als Silber. Es wurde und wird daher für teure Schmuckwaren und Schreibfedern, aber auch als Zahlungsmittel bzw. Geldanlage benutzt. Für diese Zwecke ist auch von Vorteil, dass Platin deutlich härter und mechanisch stabiler ist als Gold, das für Schmuckwaren in der Regel als Legierung verwendet wird. Die Anlagemünzen Platinum Canadian Maple Leaf und American Platinum Eagle werden heute noch ausgegeben. In Russland wurden zwischen 1828 und 1846 Geldmünzen aus Platin geprägt, der Platinrubel. Zunächst waren es Münzen aus etwa 10,3 Gramm Platin im Wert von 3 Rubeln, später kamen Münzen des doppelten und vierfachen Wertes und des entsprechenden Platingewichtes hinzu. Juwelierplatin ist eine Legierung bestehend aus ca. 96 % reinem Platin und ca. 4 % reinem Kupfer (Schmelzpunkt: 1730 °C, Dichte: 20,3 g/cm3, Brinellhärte: 110, Zugfestigkeit: 363 N/mm2, Bruchdehnung: 25). Gewinnung und Herstellung Platin als Mineral und dessen Vorkommen

Silber

Geschichte und Wissenswertes

Silber wird von Menschen etwa seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. verarbeitet. Es wurde zum Beispiel von den Assyrern, den Goten, den Griechen, den Römern, den Ägyptern und den Germanen benutzt. Zeitweise galt es als wertvoller als Gold. Das Silber stammte meistens aus den Minen in Laurion, die etwa 50 Kilometer südlich von Athen lagen. Bei den alten Ägyptern war Silber als Mondmetall bekannt. Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit wurden in Zentraleuropa Silbererzvorkommen im Harz (Goslar), in Waldeck-Frankenberg (Frankenberg, Goddelsheim, Dorfitter, Thalitter), am Donnersberg (Imsbach), im Thüringer Wald (Ohrdruf), in Sachsen (Freiberg und im übrigen Erzgebirge, besonders Jáchymov), im Südschwarzwald (Schauinsland, Belchen, Münstertal, Feldberg), Böhmen (Kutná Hora) und der Slowakei entdeckt. Ergiebige Silbervorkommen sind darüber hinaus aus Kongsberg (Norwegen) bekannt. Größter Silberproduzent im Mittelalter war Schwaz. Bis zu 80 % des damaligen Silbers kam aus den Stollen der Schwazer Knappen. Später brachten die Spanier große Mengen von Silber aus Lateinamerika, unter anderem aus der sagenumwobenen Mine von Potosí, nach Europa. Auch Japan war im 16. Jahrhundert Silberexporteur. Durch das gestiegene Angebot sank der Silberwert in der alten Welt. Da nach 1870 vorwiegend Gold als Währungsmetall verwendet wurde, verlor das Silber seine wirtschaftliche Bedeutung immer mehr. Das Wertverhältnis sank von 1:14 einige Zeit lang auf 1:100, später stieg es wieder etwas an. Im Februar 2012 liegt es bei ungefähr 1:51. Das Angebot an Silber ist von der Verbrauchs- und Produktionsentwicklung anderer Metalle abhängig. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde rostfreier Stahl entwickelt, der dann aufgrund seiner Gebrauchsfreundlichkeit und des attraktiven Preises nach dem Ersten Weltkrieg in die Einsatzbereiche des Silbers vordrang, etwa Servierplatten, Bestecke, Leuchter und Küchengerät. Gegenläufig dazu hat sich der Bereich Fotografie und Fotochemie unter Verwendung der Silbersalze während des ganzen 20. Jahrhunderts breit entwickelt, verliert aber seit Ende der 1990er Jahre im Zuge der Umstellung auf die digitale Abbildungstechnik wieder an Bedeutung. Silber wird zunehmend im Bereich Elektrik/ Elektronik sowie zur Kontrolle von Mikroben eingesetzt. Durch den zukünftig verstärkten Einsatz von RFID-Chips wird die Nachfrage weiter ansteigen, da die Funkantennen der Chips aus Silber bestehen. Auch die Kontakte an der Oberseite von Solarzellen werden heute aus Silber gefertigt. Durch diese zum Teil neuartige Entwicklung ist die Silbernachfrage weltweit weiter steigend.   Silberpreis Gewinnung Vorkommen und Förderung Währung und Wertanlage Silberlegierungen

Gold

Goldpreis

Der Preis des Goldes wird auf dem offenen Markt bestimmt. Das geschieht seit dem 18. Jahrhundert in London. Seit dem 12. September 1919 treffen sich wichtige Goldhändler in einer Rothschild-Bank in London, um den Goldpreis formal zu fixieren. Seit 1968 gibt es ein weiteres tägliches Treffen in der Bank um 15 Uhr Londoner Zeit, um den Preis zur Öffnungszeit der US-Börsen erneut festzulegen. Im Januar 1980 erreichte der Goldpreis angesichts der Krise im Iran und des sowjetischen Einmarsches in Afghanistan mit 850 US-Dollar pro Unze seinen für folgende Jahrzehnte höchsten Stand, der erst Anfang 2008 überstiegen wurde. Wichtige Faktoren, die auf den Goldpreis Einfluss nehmen sind der Ölpreis und der aktuelle Kurs des US-Dollar, da Gold in dieser Währung gehandelt wird. Bei Inflationsgefahren ist Gold in aller Regel eine sichere Anlageform.   Am 17. März 1968 wurde der Goldpreis gespalten und ein zweigliedriges System eingeführt. Der eine Preis konnte sich frei dem Markt anpassen, der andere war fix. 1973 wurde der Goldpreis freigegeben, und der Besitz von Gold war in den USA wieder erlaubt. China hat den Privatbesitz von Gold 2003 wieder erlaubt. Am 21. Januar 1980 war der Preis für eine Feinunze Gold auf einem Rekordhoch von 850 US-Dollar, am 21. Juni 1999 auf einem Tiefstand von 252,90 US-Dollar (London Fixing). Eine steigende Nachfrage ließ den Preis 2004 über die 420-Dollar-Marke ansteigen. Im Jahr 2005 stieg der Goldpreis weiter, erreichte im September mehr als 475 US-Dollar und im Dezember mehr als 530 US-Dollar. Viele Experten erwarten, dass Inflationsängste im Euroland und in den USA den Goldpreis weiter deutlich in die Höhe treiben werden. Anfang Mai 2006 kostete die Unze Gold über 682 US-Dollar, während rund ein halbes Jahr später (20. November 2006) der Preis wieder auf rd. 580 US-Dollar gesunken war. Kurz darauf, am 28. November 2006, stieg der Goldpreis auch begünstigt durch einen fallenden US-Dollar wieder auf 638 US-Dollar. Im März 2008 erreichte der Goldpreis erstmals einen Wert von über 1.000 US-Dollar pro Unze.   Für den standardisierten Goldhandel an Rohstoffbörsen wurde „XAU“ als eigenes Währungskürzel nach ISO 4217 vergeben. Es bezeichnet den Preis einer Feinunze Gold.  

Weitere Themen:

Gold als Währung oder Währungsdeckung Deflation durch Gold Die Bezeichnung Gold Vorkommen und Förderung Gewinnung Weltweiter Goldbestand Goldlegierungen Farbgoldlegierungen